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Italien

Ciao, Bella Verona! – Ein Tag in Verona „Reisetagebuch“

Moin,

Lange schon wollte ich mit Freundinnen eine Tour durch Italien machen, doch immer kam bei irgendwem etwas dazwischen oder es fehlte das nötige Kleingeld. Müde von dem ganzen hin und her, beschlossen meine Mitbewohnerin und ich dann einfach zu planen, ohne Rücksicht auf Verluste. Aus einem dreiwöchigen Roadtrip durch Italien zu viert, wurden fünf Tage Venezien zu zweit.

Angefangen mit Verona, der Heimatstadt von Romeo und Julia.
Gewohnt haben wir im Hotel Centrale in Mestre, einem Vorort Venedigs.
Am Anreisetag haben wir uns ein wenig die nähere Umgebung angeschaut, gingen Snacks einkaufen und machten es uns in unserem Zimmer, zum auskurieren, gemütlich. Unglücklicherweise hatten wir uns beide nämlich zwei Tage vor Reiseantritt eine fiese Erkältung eingefangen.

Am nächsten Morgen ging es dann aber gut erholt mit der Bahn Richtung Verona.
Bahnfahren ist in Italien vergleichsweise günstig. So haben wir pro Strecke knapp 9€ pro Person gezahlt.
Dort angekommen, kauften wir uns zunächst einmal einen schönen Stadtplan….um ihn dann nicht ein einziges Mal zu benutzen.^^
Wir ließen uns lieber vom Strom der Leute dirket ins Zentrum treiben.

Was soll ich sagen? Das Stadtzentrum Veronas zu betreten, ist wie in eine andere Zeit einzutauchen. Gerade noch ist man umringt von Geschäften und Neubauten, denen in Hamburg garnicht mal unähnlich, und im nächsten Moment schon durchschreitet man einen Ring altertümlicher Torbogen und steht in einer wunderschönen, bunten und historischen Stadt.

Die Arena

Direkt vor einem, auf dem großen Hauptplatz, die große Arena. Umringt von zahlreichen Restaurants, Bars und kleinen Einkaufsstraßen.
Die Arena selbst lockt mit etlichen Gängen, Treppen und Einstiegen ins Innere der Arena und der verschiedenen Logensitze. Als wir dort waren wurde leider gerade eine große Bühne aufgebaut, die dem antiken Flair doch einiges genommen hat.
Den Arenaplatz erreicht man über zwei riesige, sich gegenüber liegende Tore. Oder aber so wie wir, irrtümlicherweise durch einen „Kriechgang“. Letzteres empfiehlt sich hingegen nicht sonderlich, wie der

Hinterkopf meiner Freundin bestätigen kann.
Steht man erstmal auf diesem riesigen Arenaplatz, wird die Fantasie förmlich beflügelt. Man kommt garnicht um

hin sich zu fragen was sich hier wohl an genau dieser Stelle, vor tausenden Jahren, alles abgespielt haben könnte.

Julias Haus – Romeo und Julia

Wer in Verona ist sollte Julias Haus auf jeden Fall einen Besuch abstatten. Als große Fans des Films „Briefe an Julia“, kamen wir da natürlich nicht drum herum. Dort angekommen wurden wir leider etwas ernüchtert. An den Wänden war alles voller Kaugummi, aber Briefe sah man keine. Nur hier und dort ein kleiner Zettel mit den Namen Liebender. Hollywood, du hast mich betrogen!
Julias Statue und das Haus hingegen waren wirklich sehr schön. Im Haus ist auch ein Museum, das uns aber nicht sehr gereizt hat, und natürlich auch der Zugang zu Julias Balkon. Selbstverständlich konnten wir den Innenhof nicht verlassen, ohne Julia gegenüber etwas aufdringlich geworden zu sein. Julias Bronzestatue an die Brust zu fassen, soll nämlich Glück in der Liebe bringen.
Bei solchen Bräuchen stellen sich mir ein Haufen Fragen. Wer kommt darauf und wie entsteht so etwas? Wurde ein Statuengrabscher bei seiner Tat ertappt und konnte einfach sehr überzeugend jeden davon überzeugen, das er es nur getan hat weil es Glück bringt?
Warum sollte gerade die Hauptfigur einer der tragischsten Liebesgeschichten aller Zeiten mir bei meinem Liebesglück helfen können?
Und warum steht neben Julia eigentlich kein Romeo dem man in den Schritt,  ja oder wenigsten an den Hintern, fassen kann? Das würde sicher auch für irgendetwas Glück bringen. 😉

Castelvecchio

Anschließend haben wir uns durch die Straßen und Gassen treiben lassen, immer der Nase nach und ohne konkretes Ziel. So kam es dann, das wir schließlich vor dem Castelvecchio landeten. Wobei wir zu dem Zeitpunkt keine Ahnung hatten, was das ist. Es war einfach schön und somit interessant. 😉

Die Besichtigung des Geländes ist kostenlos, lediglich für die Innenräume und damit verbundene Kunstausstellung muss man zahlen, wenn man hinein möchte. Wir wollten nicht.^^
Das Gelände war auch so spannend genug und bot jede Menge Gelegenheiten für tolle Fotos. Was mich hier am meisten fasziniert hat, war die Tatsache das alles dort genau so aussieht wie man sich eine kleine Burg vorstellt. Mit Wehrgängen, Burggräben, Brunnen, Zugbrücke und sehr kleinen Türen…

Gegen 17 Uhr aßen wir schließlich in einem kleinen Restaurant, direkt am Arenaplatz, zu Abend. Es gab für uns ganz originell Pizza und Pasta.
Müde, satt und glücklich machten wir uns nach dem Essen dann langsam auf den Heimweg und fuhren mit der Bahn zurück nach Mestre.

 

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